Luxusreise-Update 2026: Diese Ziele sind im Trend, gewinnen an Bedeutung und sorgen für Aufsehen
Reisetrends verändern sich mit jeder Saison. Manche Ziele verlieren an Bedeutung, neue Regionen rücken in den Fokus, und die Art des Reisens entwickelt sich stetig weiter. Wir haben mit Hannah Palmer, Product Executive bei der Travel Division, gesprochen. Sie gibt einen Einblick, wohin unsere Kunden derzeit reisen und aus welchen Gründen.
Europa erlebt ein Comback
„Wenn es einen übergreifenden Reisetrend in diesem Jahr gibt, dann ist es die neu entfachte Lust auf Reisen innerhalb Europas“, sagt Hannah Palmer. „Griechenland, Italien und die Balearen erfreuen sich bei unseren Kunden aus London großer Beliebtheit, ein Bild, das sich momentan in der gesamten Branche zeigt. Gleichzeitig verzeichnet die Karibik auf beiden Seiten des Atlantiks eine anhaltend hohe Nachfrage.“
Die geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten haben diese Entwicklung zwangsläufig beeinflusst. Viele Reisende entscheiden sich derzeit bewusst für Ziele, die näher zu ihrer Heimat liegen. Doch Europas Popularität geht weit über diese Faktoren hinaus. Die Länder überzeugen mit guter Küche, angenehmem Klima, Privatsphäre und einer enormen Vielfalt. Wer einen kompromisslos hochwertigen Urlaub sucht, wird hier nur selten enttäuscht.
Japan abseits der klassischen Routen
Kaum ein anderes Reiseziel zieht derzeit so viel Aufmerksamkeit auf sich wie Japan, nicht, weil das Land etwas grundsätzlich Neues zu bieten hätte, sondern wegen der allgemein anhaltend hohen Nachfrage.
„Auf den klassischen Reiserouten wird es für Kunden zunehmend schwerer, noch Verfügbarkeiten zu finden“, erklärt Hannah Palmer. „Deshalb stehen Regionen abseits der bekannten Highlights vermehrt im Vordergrund.“ Dazu zählen beispielsweise Hokkaido im Norden oder Fukuoka im Süden des Landes. Für erfahrene Japan-Reisende bestand die Faszination ohnehin nie ausschließlich aus Tokio, Kyoto und dem Mount Fuji. Auch die Eröffnung des Rosewood Miyakojima auf Okinawa im vergangenen Jahr hat eine neue Facette Japans in den Fokus gerückt: ein Resort, das eher an ein Refugium im Indischen Ozean erinnert als an das klassische Bild einer Japanreise.
Privatsphäre, Weite und die Bedeutung von Luxus
Analysiert man die Kundenwünsche, zeigt sich ein klares Bild: Strandurlaub und exklusive Auszeiten bleiben die gefragtesten Reisearten. Dabei hat Luxus in diesem Marktsegment eine sehr konkrete Bedeutung.
„Luxus lässt sich häufig über das Fehlen von Menschenmengen und durch Exklusivität definieren“, weiß Hannah Palmer. „Private Jachten, alleinstehende Luxusvillen und Unterkünfte innerhalb von Hotelanlagen erfreuen sich großer Beliebtheit. Das Gewährleisten von Privatsphäre ist längst nicht mehr eine Nebensache, sondern zentraler Bestandteil vieler Anfragen.“
Das am schnellsten wachsende Segment, mit dem kaum jemand gerechnet hätte
„Die Polar- und Nordregionen sind inzwischen der am schnellsten wachsende Bereich unseres Geschäfts“, erläutert Hannah Palmer. „Lappland hat diese Entwicklung maßgeblich vorangetrieben. Doch stehen auch Island, Norwegen, Grönland und die Antarktis für eine neue Form des Reisens. Hier sind selbst abgelegene Ziele für Luxusreisende zugänglich geworden und halten heute außergewöhnliche Erlebnisse bereit.“
Wellnessreisen setzen ebenfalls ihren Aufwärtstrend fort. Was früher eher als Ergänzung galt, einen Spa-Tag hier, eine Achtsamkeitssession dort, ist mittlerweile eigentlicher Anlass für eine Reise und steht stärker im Mittelpunkt.
Neulinge vs. erfahrende Weltenbummler
Bei der Entscheidung für eine Destination zeigt sich ein klar erkennbares Muster, das stark von der jeweiligen Reiseerfahrung geprägt ist. Wer erstmals eine Luxusreise plant, tendiert meist zu Klassikern wie Italien, Frankreich, London, Paris oder New York. Beim Strandurlaub sind die Malediven oder Antigua oft die erste Option.
Dagegen entdecken Reisende mit mehr Erfahrung innerhalb der bekannten Regionen sehr gezielt nach etwas Neuem. Statt an die Amalfiküste zieht es sie eher nach Apulien oder Sizilien und statt nach Thailand reisen sie lieber nach Vietnam oder Laos. „Mit wachsender Reiseerfahrung steigt auch die Bereitschaft, die eigene Komfortzone zu verlassen“, beobachtet Hannah Palmer. „Und genau auf diesem Vertrauen basieren die besten Reiserouten.“
Familien, Gruppenreisen und Frühbucher
„Familienreisen nehmen bei unserer Travel Division einen immer größeren Stellenwert ein. Einen Urlaub mit mehreren Generationen zu koordinieren, bei denen unterschiedliche Haushalte gleichzeitig am selben Ort zusammenkommen und verschiedene Erwartungen aufeinander abgestimmt werden müssen, gehört inzwischen zu unseren Kernaufgaben. Auch im Corporate-Bereich nehmen Gruppenbuchungen zu. Dieses Segment stellt die zuständige Assistenz in einem Unternehmen häufig vor große Herausforderungen und erfordert daher von Beginn an Unterstützung von Spezialisten.“
Was den Buchungszeitpunkt angeht, bemerkt Hannah Palmer zwei Verhaltensmuster: Kunden, die genau wissen, was sie möchten, sowie jene, die in den vergangenen Jahren zu spät waren und jetzt deutlich früher buchen. Gleichzeitig wird es immer Reisende geben, die spontan entscheiden möchten. Sie rechnet deshalb auch in diesem Jahr mit dem gewohnten Anstieg kurzfristiger Anfragen für den Sommer.
Manche Dinge, so zeigt sich, ändern sich nie.
Sind Sie bereit, um mit der Planung zu beginnen?
Sprechen Sie noch heute mit einem Mitarbeiter unserer Travel Division und überlassen Sie den Experten die Planung.
